Es gibt keine Zufälle – nur Anrufe vom Universum

Ich glaube nicht an Zufälle. Besser gesagt: Nicht mehr. Und dabei hat mich kein Ruf des Universums erreicht, sondern es war schlicht ein Experiment. Ich hatte schon vor Beginn meiner Kinesiologie-Ausbildung natürlich immer mal wieder Sprüche zum Thema Zufall gehört oder gelesen. Insbesondere das (angeblich) von Albert Einstein stammende Zitat: „Der Zufall ist Gottes Art, anonym zu bleiben“. Oder aus etwas profanerer Quelle*: „Zufälle gibt es nur in einer sinnentleerten Welt beliebiger Ereignisse.“ Und egal, ob man es Gott, die höhere Existenz oder das Universum nennt: Ich als Kopfmensch hatte damals jedenfalls nicht das Gefühl, dass das so stimmen kann. Also habe ich es mir ganz einfach gemacht und ein Experiment gestartet: Ich habe mir vorgenommen, für einen von mir festgelegten Test-Zeitraum nicht mehr an Zufälle zu glauben. „Es gibt keine Zufälle“ war mein neuer Glaubenssatz – auf Probe. Ab dann habe ich bei allem, was „scheinbar“ zufällig passiert ist, noch mal genauer hingeschaut: Was war da los? Was könnte eine alternative Erklärung sein, falls es tatsächlich kein Zufall war? Steckt da vielleicht eine Botschaft dahinter? Und wenn ja: welche? Kann oder soll ich vielleicht etwas erkennen, etwas lernen, umdenken, etwas anders machen? Und was danach passierte, war fast magisch: Denn sobald ich den Entschluss gefasst hatte, nicht mehr an Zufälle zu glauben, habe ich auf einmal überall Zusammenhänge gesehen, die mir davor nicht aufgefallen sind.

Es begann mit ganz kleinen Sachen: Mir fiel z.B. als ich eilig aus dem Haus gehen wollte dreimal hintereinander der Schlüssel aus der Hand. Mein neuer Glaubenssatz war noch ganz frisch und so ignorierte ich es und ärgerte mich nur über meine eigene Tollpatschigkeit. Erst später bemerkte ich: Ich hatte in der Eile mein Handy zu Hause liegenlassen. Offensichtlich wollte das Universum mir also vor dem aus dem Haus gehen mitteilen, dass ich besser noch mal überlegen soll, ob ich nicht was vergessen habe – ich hab es nur nicht erkannt. 🙂

Ein weiteres Beispiel: Ich war in einem Seminar mit ca. 50 Teilnehmenden, und habe mir einen der wenigen noch freien Sitzplätze genommen. Als ich neben mich schaue stelle ich fest, dass ich „zufällig“ neben einer ehemaligen Kundin aus meiner Zeit in der Werbeagentur sitze. Wir kommen ins Gespräch, ich erzähle ihr von meiner Arbeit mit Kinesiologie und wir tauschen uns aus. Heute ist sie eine meiner Kinesiologie-Klientinnen.

Und noch ein Beispiel: Ich bekomme eine geschäftliche Mail an meinem Geburtstag. Ich weiß sofort: Diese Mail kommt nicht „zufällig“ an diesem besonderen Tag – sondern sie hat auch eine besondere Bedeutung. Und in der Tat war das die erste Kontaktaufnahme von meiner lieben Freundin Nina, die mich als Kursleiterin und Kinesiologin für das von ihr gegründete Frauenzentrum Stuttgart-Vaihingen gewinnen wollte. Ganz klar: Kein Zufall, sondern genau vom Universum geplant 🙂

Viele weitere solcher kleiner oder größerer Episoden im Privat- und Berufsleben sollten folgen: Anrufe von Freunden, die genau zur richtigen Zeit kamen. Begegnungen mit Fremden, aus denen Freundschaften oder Business-Kontakte entstanden. Bücher, die ich beim Durchblättern zufällig genau auf der Seite aufgeschlagen habe, auf der eine passende Botschaft für ein aktuelles Thema stand. Ich könnte unzählige solcher vermeintlichen Zufälle aufzählen. Es war, als hätte das Universum nur darauf gewartet, dass ich meine Einstellung ändere und meinen Blick dafür schärfe, was mir ZUFÄLLT, weil es FÄLLIG ist. Schnell war mir klar: Das ist kein zeitlich begrenztes Experiment mehr, das ich irgendwann wieder beende – diese Haltung übernehme ich und integriere sie langfristig in mein Leben. Seitdem habe ich das Wort „zufällig“ fast komplett aus meinem Sprachgebrauch gestrichen und durch „so, wie es sein soll“ ersetzt. Und erkenne immer öfter auch Zufälle, die zwar bei mir selbst ankommen, durch die ich aber das Leben anderer Menschen bereichern darf: durch einen Rat, eine Hilfestellung oder vielleicht einfach nur einen interessanten Link, den sie gerade gut brauchen können. Ich bin deshalb fest davon überzeugt, dass nichts geschieht, was nicht einen Sinn hat. Ich muss aber zugeben: Es liegt oft eine Herausforderung darin, diesen Sinn auch zu erkennen und richtig zu deuten. Aber es ist gleichzeitig unglaublich spannend. In diesem Sinne möchte ich euch ermutigen, bei den vermeintlichen Zufällen in eurem Leben auch mal genauer hinzuschauen. Und wenn das nächste Mal das Universum in Form eines „Zufalls“ bei euch anruft, einfach mal ranzugehen.

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr dabei erlebt. Ich freu mich auf eure Erfahrungen!


*Ja, das ist ein Zitat von Schamane Arne aus der (wie ich finde fantastischen!) Serie „Der Tatortreiniger“. Für die Serienjunkies unter euch: Staffel 2 Folge 5 „Auftrag aus dem Jenseits“ Minute 5:07 (mit etwas Glück kostenlos in der ARD Mediathek erhältlich, ansonsten bei YouTube).

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