Immer wieder finden Menschen über den Emotion Code zu mir und meiner Arbeit mit Kinesiologie. Manche haben das Buch von Dr. Bradley Nelson gelesen, Videos oder eine Masterclass angesehen. Andere haben bereits einen Kurs oder sogar eine Ausbildung zum Emotion Code absolviert und arbeiten selbst damit.
Was sie zu mir führt, ist ganz unterschiedlich: Manche möchten den kinesiologischen Muskeltest fundierter lernen und mehr Sicherheit in der Anwendung gewinnen. Andere merken, dass sie mit einer bestimmten Selbsttestvariante nicht gut zurechtkommen oder ihren Ergebnissen noch nicht richtig vertrauen. Und wieder andere sind vom Emotion Code so fasziniert, dass sie tiefer einsteigen und erfahren möchten, was mit Kinesiologie über die Arbeit mit eingeschlossenen Emotionen hinaus noch möglich ist.
Genau deshalb möchte ich dem Emotion Code einen eigenen Artikel widmen.
Denn was viele zunächst gar nicht wissen: Der Emotion Code arbeitet mit zentralen Werkzeugen der Kinesiologie. Gleichzeitig ist er aber nicht mit Kinesiologie gleichzusetzen, sondern konzentriert sich auf einen ganz bestimmten Ausschnitt davon.
Was genau ist also der Emotion Code? Was haben eingeschlossene Emotionen mit unserem Wohlbefinden zu tun? Wo liegen die Gemeinsamkeiten mit der Kinesiologie – und wo geht die MSPK noch deutlich weiter?
Der Emotion Code ist eine von Dr. Bradley Nelson entwickelte und unter diesem Namen vermarktete Methode. Im Mittelpunkt stehen sogenannte eingeschlossene Emotionen.
Dahinter steht die Annahme, dass emotional belastende Erlebnisse nicht immer vollständig verarbeitet werden. Die damit verbundenen Emotionen können im Körper beziehungsweise im Energiesystem gespeichert bleiben und das heutige Erleben beeinflussen. Sie können sich beispielsweise durch wiederkehrende emotionale Muster, innere Anspannung, Ängste, Erschöpfung, Selbstsabotage oder körperliche Beschwerden bemerkbar machen. Ein weiteres Konzept ist die sogenannte „Herzmauer“. Damit wird ein emotionaler Schutzmechanismus beschrieben, der nach verletzenden Erfahrungen entstanden sein und Nähe, Verbindung und Offenheit erschweren soll.
Um solche eingeschlossenen Emotionen zu identifizieren, wird beim Emotion Code mit dem kinesiologischen Muskeltest gearbeitet. Mithilfe einer Tabelle aus zwei Spalten und sechs Zeilen wird schrittweise eingegrenzt, um welche Emotion es sich handeln könnte. Die Tabelle umfasst insgesamt 60 Begriffe rund um emotionale Zustände. Anschließend wird die identifizierte Emotion nach dem Ablauf des Emotion Code gelöst. Dies geschieht oft durch die Anwendung eines Magneten oder durch das Ausstreichen von Meridianen.
Der Emotion Code konzentriert sich damit auf einen klar abgegrenzten Bereich: das Auffinden und Bearbeiten emotionaler Belastungen.
Rund um den Emotion Code werden häufig eindrucksvolle Fallgeschichten erzählt. Menschen berichten beispielsweise davon, dass sich langjährige Schmerzen nach der Bearbeitung einer eingeschlossenen Emotion stark verändert hätten. Andere erleben mehr emotionale Leichtigkeit, können sich wieder besser auf Beziehungen einlassen oder fühlen sich von einem Muster befreit, das sie lange begleitet hat.
Beeindruckend? Auch jeden Fall. Auch in meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass emotionale Blockaden einen erheblichen Einfluss auf das körperliche und psychische Wohlbefinden haben können. Emotionen sind schließlich nicht nur abstrakte Gedanken: Angst, Trauer, Wut, Überforderung oder Hilflosigkeit können auch körperlich spürbar sein. Sie beeinflussen unter anderem unsere Körperspannung, unsere Atmung, unser Verhalten und unser Stresserleben.
Trotzdem halte ich Aussagen wie „Eingeschlossene Emotionen sind die Ursache nahezu aller Krankheiten“ für zu pauschal. Emotionale Blockaden können die Ursache oder ein mitwirkender Faktor bei Beschwerden sein. Sie sind aber nicht automatisch die einzige mögliche Ursache.
Körperliche Symptome können viele unterschiedliche Hintergründe haben. Deshalb ist es wichtig, in der kinesiologischen oder energetischen Arbeit nicht vorschnell davon auszugehen, dass (immer) nur eine emotionale Ursache dahintersteht. In der MSPK betrachten wir deshalb systematisch sieben mögliche Ebenen, auf denen eine Blockade liegen kann – nicht nur die emotionale Ebene. Denn Symptome können sehr unterschiedliche Ursachen haben und sollten entsprechend differenziert betrachtet werden .
In den Beschreibungen der Seminare des Emotion Code werden angewandte Kinesiologie und Muskeltest als zentrale Bestandteile genannt. Das zentrale Werkzeug des Emotion Code ist der kinesiologische Muskeltest, ein Bio‑Feedback‑System, das Informationen über das vegetative Nervensystem liefert. Beim Muskeltest wird die Veränderung der Muskelspannung als Rückmeldung genutzt. Damit werden Ja-Nein-Fragen beantwortet und anschließend über die Emotionstabelle weitere Informationen eingeholt.
Die Arbeit mit Tabellen, Begriffen und systematischen Abfragen um Themen zu strukturieren, ist ein klassischer kinesiologischer Zugang. Je nach kinesiologischer Richtung und Methode werden solche Übersichten genutzt, um mögliche Blockaden, Stressoren oder passende Ausgleichsmöglichkeiten zu bestimmen.
Der Emotion Code greift somit grundlegende kinesiologische Werkzeuge auf und verbindet sie mit:
Der Emotion Code ist nicht mit der gesamten Kinesiologie gleichzusetzen. Er ist vielmehr eine konkrete Anwendung kinesiologischer Prinzipien mit einem starken Fokus auf die emotionale Ebene.
Oder anders gesagt:
Der Emotion Code ist ein Teil der Kinesiologie – aber eben nicht das Ganze.
Die Abkürzung MSPK steht für Manebua Schamanische Psychokinesiologie. Emotion Code und MSPK haben einige wichtige Gemeinsamkeiten: Beide arbeiten mit dem kinesiologischen Muskeltest. Beide gehen davon aus, dass unbewusste Blockaden das heutige Erleben beeinflussen können. Und beide nutzen strukturierte Abfragen, um relevante Informationen einzugrenzen.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Umfang der Betrachtung: Während sich der Emotion Code gezielt auf eingeschlossene Emotionen konzentriert, ist die emotionale Ebene in der MSPK nur eine von insgesamt sieben möglichen Ebenen, auf denen eine Blockade liegen kann.
Das bedeutet: Wir gehen in der MSPK nicht von vornherein davon aus, dass hinter einem Thema eine emotionale Ursache stecken muss. Stattdessen nutzen wir den Muskeltest, um herauszufinden, auf welcher Ebene die relevante Blockade tatsächlich liegt.
Steht eine emotionale Belastung im Vordergrund, kann die Arbeit mit Emotionen genau der richtige Ansatz sein. Vielleicht liegt das eigentliche Thema aber auf der physischen Ebene. Vielleicht spielen ein mentaler Glaubenssatz, eine innere Überzeugung oder ein unbewusstes Gedankenmuster eine entscheidende Rolle. Oder die relevante Blockade findet sich auf einer der weiteren Ebenen der MSPK.
Genau darin liegt für mich einer der wesentlichen Unterschiede: Der Emotion Code gibt einen klar definierten Weg vor, um gezielt nach eingeschlossenen Emotionen zu suchen. Die MSPK stellt die Frage zunächst offener: Wo müssen wir überhaupt suchen?
Mir geht es dabei ausdrücklich nicht darum, den Emotion Code abzuwerten. Im Gegenteil: Die Methode hat sehr viele Menschen auf emotionale Blockaden und den kinesiologischen Muskeltest aufmerksam gemacht und bietet einen klaren, leicht verständlichen Zugang zu diesem Thema.
Gleichzeitig ist es hilfreich zu wissen, dass die Möglichkeiten der Kinesiologie deutlich umfangreicher sind.
Der Emotion Code richtet den Blick sehr gezielt auf einen bestimmten Ausschnitt. Die MSPK öffnet den Blick für weitere mögliche Ebenen und Zusammenhänge.
Vielleicht beschäftigst du dich gerade zum ersten Mal mit dem Emotion Code. Vielleicht arbeitest du aber auch längst damit und bist genau deshalb auf diesen Artikel gestoßen.
Gerade von Menschen, die bereits ein Buch gelesen, einen Kurs besucht oder sogar eine Ausbildung zum Emotion Code absolviert haben, bekomme ich immer wieder Anfragen. Häufig geht es gar nicht mehr darum, die Methode grundsätzlich zu verstehen. Es hakt vielmehr an irgendeiner Stelle in der praktischen Anwendung.
Vielleicht funktioniert der Selbsttest bei dir nicht so eindeutig, wie du es dir wünschst. Vielleicht kommst du mit dem Ringtest nicht zurecht, bist dir bei deinen Ergebnissen unsicher oder hast das Gefühl, dich beim Testen selbst zu beeinflussen. Vielleicht funktioniert das Testen anderer Menschen gut, während du bei dir selbst keine klaren Antworten erhältst.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Muskeltest bei dir nicht funktioniert. Oft braucht es eine andere Testvariante, kleine Korrekturen bei der Durchführung oder einfach praktische Übung und eine Rückmeldung von außen. Schau mal in diesen Blog-Artikel: Was du tun kannst, wenn der Muskeltest nicht zuverlässig funktioniert.
Wenn du den Emotion Code oder eine andere kinesiologische Methode bereits kennst und gezielt an deinem Muskel- oder Selbsttest arbeiten möchtest, können wir genau das in einem Einzeltermin tun. Dabei schauen wir individuell, wo es bei dir hakt, welche Selbsttestvariante gut zu dir passt und wie du mehr Sicherheit in deine Ergebnisse bekommst.
Vielleicht merkst du beim Lesen aber auch etwas anderes: Eigentlich möchtest du gar nicht ausschließlich lernen, wie du eingeschlossene Emotionen findest. Du möchtest verstehen, wie Kinesiologie grundsätzlich funktioniert und wie du Blockaden auch auf anderen Ebenen erkennen und bearbeiten kannst.
Dann ist mein Basisseminar: Einführung in die Kinesiologie der passende Einstieg in die MSPK.
Dort lernst du das kinesiologische Handwerkszeug von Grund auf und bekommst gleichzeitig einen wesentlich umfassenderen Blick darauf, wie du mit dem Muskeltest nach den Hintergründen eines Themas suchen und gefundene Blockaden ausgleichen kannst.
Wenn du also über den Emotion Code hinausgehen und die Möglichkeiten der Kinesiologie umfassender kennenlernen möchtest, kannst du hier deine Reise beginnen:
Der Emotion Code hat viele Menschen überhaupt erst auf die Idee gebracht, sich mit emotionalen Blockaden und dem kinesiologischen Muskeltest zu beschäftigen. Und das finde ich grundsätzlich positiv.
Vielleicht war oder ist er auch für dich genau der richtige Einstieg.
Denn die Beschäftigung mit eingeschlossenen Emotionen kann eine Tür öffnen: zu der Frage, welchen Einfluss vergangene Erfahrungen heute noch haben, wie unbewusste Blockaden wirken – und wie wir mithilfe des Muskeltests Informationen zugänglich machen können, die uns auf rein bewusster Ebene möglicherweise verborgen bleiben.
Nur lohnt es sich zu wissen, dass hinter dieser Tür noch eine sehr viel größere Welt liegt.
Der Emotion Code konzentriert sich ganz bewusst auf die emotionale Ebene. Die Kinesiologie und insbesondere die MSPK bieten darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Ebenen und Zusammenhänge in die Suche einzubeziehen.
Genau so finden übrigens immer wieder Menschen ihren Weg zu mir: Der Emotion Code weckt ihre Neugier, bringt sie zum Muskeltest – und irgendwann entsteht der Wunsch, noch tiefer in die Kinesiologie einzusteigen.
Wenn es dir genauso geht, freue ich mich, dich auf diesem Weg ein Stück zu begleiten.
Über die Autorin
|
Hi, ich bin Corinna – schamanische Psycho-Kinesiologin und ganzheitliche Coach aus Stuttgart mit jahrelanger Praxis-Erfahrung. Meine Vision? Dass du dich in jedem Lebensbereich – ob Beruf, Partnerschaft, Familie oder in deiner spirituellen Energie – wohl und ausgeglichen fühlst. Darum teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen leidenschaftlich gerne mit Menschen, die nach natürlichen Wegen suchen, ihr Wohlbefinden zu steigern. Möchtest du mehr über mich erfahren? Klicke hier. |